Einkaufsplattform autohelden.com: "Reines Markendenken ist überholt"

Automotive B2B-Plattform: autohelden.com transformiert Teilehandel und Werkstattprozesse

Christoph Wicke

am

21.10.21

Die "autohelden" bieten ein breit gefächertes Produktportfolio für Autohäuser und Werkstätten an und versprechen günstige Preise.
Darüber hinaus appelliert das Einkaufsportal an die Betriebe, ihren Horizont zu erweitern, um weiterhin Geld zu verdienen.

Das in Eigenregie programmierte Einkaufsportal "autohelden" für Autohäuser und Werkstätten behauptet mit breiter Brust: "Wir können die gesamte Wertschöpfungskette Automobil abbilden". Tatsächlich lesen sich die präsentierten Zahlen eindrucksvoll: Das Portfolio umfasst über 16 Millionen Kfz-Ersatzteile, markenübergreifend. Dazu kommen Leistungen wie Neu- und Gebrauchtwagenkauf, Autoglas, Räder und Reifen, Versicherung und Finanzdienstleistung, jeweils in Kooperation mit unterschiedlichen und namhaften Lieferanten.

Aus verschiedenen Bereichen können B2B-Kunden das gewünschte Ersatzteil im Idealfall über die OE-Nummer oder über die Herstellernummer suchen. Sind diese Daten nicht bekannt, dann lässt sich das Teil in der erweiterten Suche mittels Daten aus dem Fahrzeugschein finden. Auch ist der gängige Weg über den Fahrzeugtypen möglich. Die Suchfunktion ist bewusst schlank gehalten und erinnert an eine Google-Maske.

Ein Vorteil des Vergleichsportals für Autohäuser und Werkstätten beschreibt Sven Meintz, Vertriebsleiter Deutschland "autohelden", im Gespräch mit AUTOHAUS wie folgt: Der Kunde braucht nicht mehr die einzelnen Angebote bei unterschiedlichen Lieferanten händisch zu vergleichen, sondern er bekommt diese auf einen Blick samt Preisen übersichtlich aufgelistet, so wie er es auch von gängigen Vergleichsportalen kennt. "Verfügbar über die entsprechenden Schnittstellen mit den Lieferanten sind OE-Teile wie auch hochwertige Ersatzteile.
Dabei sind unsere Lieferanten identisch mit denen, die auch die großen Autobauer beliefern.
Wir reden hier nicht von Äpfeln und Birnen, sondern um das identische Bauteil, das auch zum Hersteller ans Band geliefert wird - jedoch in der Regel zu einem günstigeren Preis, dann aber ohne entsprechendes Herstellerlogo", so Meintz.
Im Falle eines Bauteils ohne Herstellerlogo seien Einsparungen von 50 bis 70 Prozent gegenüber einem gebrandeten Originalteil keine Ausnahme.
"Der Kunde hat dann die Wahl, welches Bauteil für ihn infrage kommt."
Möglich werde der meist günstigere Preis durch das hohe Einkaufsvolumen des Portals.

Ein VW-Händler bezieht in der Regel seine Ersatzteile von Volkswagen. Was aber, wenn der Händler eine Fremdmarke ins Haus bekommt, beispielsweise durch eine Inzahlungnahme? Woher kommen dann Original- oder Kleinsteile? In der Praxis oft von benachbarten Händlern, die aufwändig recherchiert und besorgt werden müssen.
Das koste einen Mitarbeiter für die Beschaffung des Ersatzteils wertvolle Zeit. "Über unser Portal geht das einfach und schnell, das können wir einfach besser", ist sich Meintz sicher.

Reduzierte Kosten für Rechnungen

Als weiteren Vorzug des Einkaufsportals führt der Vertriebsleiter an: "Wir bieten unseren Kunden das Alles-auf-eine-Rechnung-Prinzip an. Bestellungen werden zunächst gesammelt. Die Reduzierung der Kreditoren spart erheblich Zeit und Kosten.
Je größer das Einkaufsvolumen, desto größer die Einsparmöglichkeiten", erklärt Meintz. Aufgrund dieses Angebots werde die Plattform bereits mit einem "Amazon für Kfz-Betriebe" verglichen.

Die Fakturierung sämtlicher Bestellungen erfolgt ausschließlich über die autohelden, somit gibt es stets nur einen Ansprechpartner bei Rückfragen.
In welchem Turnus eine Rechnung ausgestellt werden soll, entscheidet der autohelden-Partnerbetrieb selbst; in der Regel geschieht das einmal wöchentlich.

Werkstätten für Garantieversicherungsschäden gesucht

Ebenfalls neu bei den autohelden ist ein Garantieservice in Kooperation mit mobile Garantie Deutschland. Das Einkaufsportal ist aktuell auf der Suche nach qualifizierten Werkstätten für die Reparatur von freigegebenen Kfz-Garantieversicherungsschäden und will somit sein bundesweites Werkstattnetz ausbauen. "Tritt zum Beispiel in Hamburg ein Schadensfall eines Kunden auf, der sein Auto in München gekauft hat, dann ist das Interesse einer Regulierung aus Sicht des Autohauses in München wenig lukrativ.
Hier kommen die autohelden ins Spiel, die den Schaden an einen autohelden-Partner, im konkreten Beispiel also im Umfeld Hamburg, weitervermitteln kann."

Laut Meintz können die "autohelden" alle gängigen deutschen Neufahrzeuge mit Nachlässen bis zu 38 Prozent liefern. "Denn vor dem Hintergrund, dass sich im Autohandel einiges ändert, weil viele Handelsbetriebe schließen und ihren Handelsstatus abgeben oder verlieren, schließen wir die Lücke, indem wir Fahrzeuge weiterhin anbieten." Als Autohändler sehen sich die autohelden nicht. Das sei zu wenig. "Wir können nicht nur eine Marke, sondern alle."

Wer Partner der autohelden werden möchte, braucht eine Werkstatt mit einem zertifizierten Kfz-Meister. Sind die entsprechenden Formalitäten erledigt, wird der Kunde für alle Lieferanten des Einkaufsportals freigeschaltet und in das System eingewiesen.
Betriebe mit reinem Verkauf können das Portal ebenfalls nutzen, wobei dann die Sparten Reifen und Ersatzteile ausgeschlossen sind. Meintz: "Flexibilität ist bei uns Trumpf.
Wir helfen auch weiter, wenn uns Kunden ein Gutachten schicken und Teile benötigen oder diese per WhatsApp nachfragen." Zurzeit seien bei den "autohelden" 643 Partner registriert.

Klassische Autohäuser hätten die Chance, ihre Kundschaft zu vergrößern.
Ein Autohaus müsse keine Kunden mit Fremdmarken mehr wegschicken, nur weil es traditionsgemäß an seiner Marke festhält. "Mit uns kann er auch alle anderen Marken bedienen. Das Herstellerlogo auf dem Hof ist austauschbar.
Der Kunde sucht sich nicht wegen der Marke eine Werkstatt aus, sondern weil er dort gute Erfahrungen gemacht hat und ein Vertrauensverhältnis besteht.
Reines Markendenken ist überholt. Händler müssen sich neu aufstellen", ist Meintz überzeugt.

Stolz sind die "autohelden" auch über das nach eigenen Angaben größte Reifenportal Europas, bei dem entsprechende Großhändler hinterlegt sind. Auch hier gelte das Prinzip: Egal bei welchem Lieferanten der Partner bestellt, nur die "autohelden" fakturieren. Der Partner könne seinem Endkunden Produkte anbieten, ohne dass dieser weiß, woher diese stammen. Aus dem Warenkorb heraus lasse sich ein Standard-Angebot erstellen, das noch bearbeitbar ist.

Quelle: Einkaufsplattform autohelden.com: Reines Markendenken ist überholt

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